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Grillverbot im Wald

 
Wegen anhaltender Trockenheit und hoher Temperaturen sperrt der Ortenaukreis ab Montag, 13. Juli, alle öffentlichen Feuer- und Grillstellen im und am Wald. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis 31. August. Verboten sind in dieser Zeit offenes Feuer, Grillen an den Feuerstellen sowie mitgebrachte Grills im Wald und in einem Abstand von bis zu 100 Metern zum Wald. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes und des Amts für Waldwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis hat die Waldbrandgefahr in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen.
„Leider lassen uns die Wetterprognose und der ausbleibende Regen keine andere Wahl. Deshalb sind Feuer- und Grillstellen ab Montag gesperrt; auch mitgebrachte Grills dürfen im Wald und im Abstand von bis zu 100 Metern zum Wald nicht genutzt werden“, erklärt Hans-Georg Pfüller, Leiter des Amts für Waldwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis.
„Uns ist bewusst, dass die Sperrung der Grill- und Feuerstellen nun in eine Phase fällt, in der draußen viele Veranstaltungen geplant sind. Wir haben daher die Kommunen informiert, unter welchen Auflagen öffentliche Veranstaltungen der Städte und Gemeinden oder der örtlichen Vereine trotzdem möglich sind“, so Pfüller.

Zusätzlich appelliert das Landratsamt, das ohnehin vom 1. März bis 31. Oktober geltende Rauchverbot im Wald weiterhin strikt zu beachten. „Bereits eine einzelne achtlos weggeworfene Zigarette kann verheerende Folgen haben“, so Pfüller.
Wer im Wald Feuer oder Rauch entdeckt, sollte sofort den Notruf 112 wählen und, wenn möglich, vor Ort bleiben, um die Einsatzkräfte einzuweisen.

Für die Feuerwehr sind vor allem folgende Angaben wichtig:
·         Wo genau brennt es?
·         Wie groß ist die Brandfläche?
·         Ist es ein Bodenfeuer oder brennen auch bereits die Wipfel der Bäume?
·         Wie kommt die Feuerwehr am günstigsten zum Brandort?
·         Wo sind Wasserentnahmestellen?
·         Wenn möglich, bitte vor Ort bleiben, damit die Brandstelle für die Feuerwehr erkennbar ist.
·         Selbst löschen nur dann, wenn dies möglich ist und eine Eigengefährdung ausgeschlossen werden kann!
 
Sorgen bereiten den Forstleuten nicht nur die akute Brandgefahr, sondern auch die Folgen der wiederkehrenden Trockenphasen für den Wald. „Unsere Wälder stehen derzeit unter massivem Trockenstress“, stellt Pfüller fest. „In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, wie lange solche Trockenphasen nachwirken und auch in Folgejahren für Ausfälle bei verschiedenen Baumarten sorgen.“ Die aktuelle Situation zeige, wie wichtig die Anpassung der Wälder an den Klimawandel sei.
 

 
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